10. August 2005
Kontinuität der Beziehungen trotz Staatsstreich
Kanarische Inseln / Mauretanien - Trotz des Staatsstreichs in Mauretanien, bei dem eine Militärjunta die Macht in dem westafrikanischen Land an sich gerissen hat, versucht die Kanarenregierung die bestehenden Beziehungen beizubehalten. Kanarische Unternehmer, die in Mauretanien tätig sind, berichten von einer Atmosphäre gespannter Ruhe und hoffen darauf, dass die Ereignisse zur Errichtung einer Demokratie führen. Die Regionalregierung nahm in einer offiziellen Stellungnahme dieselbe Haltung ein wie die EU: Sie lehnt jede Form von Gewalt ab und wünscht, dass das Land sobald wie möglich zur Normalität zurückkehren möge. Der Staatsstreich wird in diesem Papier nicht explizit verurteilt, statt dessen wird an die seit jeher guten Beziehungen zwischen den Kanarischen Inseln und Mauretanien erinnert und der Wunsch zum Ausdruck gebracht, das dies auch in Zukunft so bleibt. Von Seiten der Kanarenregierung strebt man Kontinuität in den gemeinsamen Entwicklungsprojekten an, bei denen es um Gesundheitswesen, Schulbildung und Wassergewinnung geht. Den in Mauretanien ansässigen kanarischen Bürgern geht es laut Informationen der Kanarenregierung gut.